Schlagwort: Selbsthilfe

Über 1000 Teilnehmer machen den Schwabentag zu einem tollen Erlebnis!

BoHaus Holzwerkstatt
Auch im Hintergrund wirken zahlreiche Engagierte ehrenamtlich am Schwabentag mit – so eine Gruppe aus dem Bodelschwingh-Haus des Diakonischen Werkes Augsburg, die beim Aufbau hilft. Bild: Diakonie Augsburg

Am Samstag, 25. Juni bringt der Bezirk Schwaben den Schwabentag erstmals nach Augsburg. Und heuer steht ganz das Thema „Inklusion“ im Vordergrund. Für Gastgeber und Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert ist es ein ganz wichtiges Anliegen, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, was Inklusion bedeutet und wie man dazu beitragen kann. „Denn Inklusion geht uns alle an – sie ist nicht nur eine Sache der Politik oder des Geldes, sondern vor allem eine Angelegenheit der Bewusstseinsbildung.“

87 Aussteller und insgesamt über 1000 aktive Teilnehmer aus ganz Schwaben zeigen von 12.00 bis 18.00 Uhr in der Halle 7 der Messe Augsburg und in deren Außenbereich, wie Inklusion geht. Der Eintritt ist frei. Angesprochen werden alle Altersgruppen – so ist für Kinder, Jugendliche und Familien genauso etwas geboten wie für Senioren.

Die Schirmherrschaft haben Irmgard Badura, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, und das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, vertreten durch Staatssekretär Johannes Hintersberger, übernommen.

Der Schwabentag wird um 12.00 Uhr durch „Blas den Blues“, der ersten inklusiven Kapelle in Schwaben mit Musikern der Lebenshilfe Dillingen und der Stadtkapelle Lauingen, musikalisch eröffnet. Anschließend wird Moderator Gerald Drews zusammen mit Maria Hütter, Prüferin für Leichte Sprache, Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, Staatssekretär Johannes Hintersberger und Irmgard Badura zum Thema Inklusion befragen.

Am Tag der Begegnung ist alles „inklusiv“. Soll heißen: Es werden Texte in Leichter Sprache auf eine Leinwand übertragen, Gebärdensprach- und Schriftdolmetscher sind vor Ort. Es gibt Infopoints für Menschen mit Behinderung, CABito (ein leicht begreifliches Informationssystem) und Programmhefte in Leichter Sprache, ebenso wie Hilfen für Menschen mit Sehbehinderung und Blinde, Gehörlose und Schwerhörige.

Sport und Aktionen zum Mitmachen spielen eine große Rolle am „Tag der Begegnung“: Passend zur Fußball-Europameisterschaft in Frankreich können die Besucher bei der Torschussmessanlage des Bayerischen Fußballverbandes, Bezirk Schwaben ihre Schusskraft prüfen oder sich beim Human Soccer mit anderen fußballinteressierten Besuchern messen. Darüber hinaus wird es unter anderem Rollstuhlrugby und- basketball zum Selbertesten mit den AuXburg Basketz (SV-Reha Augsburg e.V.) geben. Gegen Ende der Veranstaltung rocken und rappen dann noch drei inklusive Bands die Bühne und heizen dem Publikum richtig ein: „Tintenfisch“, „Rough Diamonds“ und “Rempac”.

Im Informationsbereich sind unter anderem Kommunen, so Augsburg, Kaufbeuren und Kempten und einige Landkreise vertreten, die über ihre kommunalen Aktionspläne Inklusion informieren, Einrichtungen des öffentlichen Lebens wie der Tourismusverband Allgäu-Schwaben, die Regio Augsburg Tourismus GmbH, Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer Schwaben, Wohlfahrtsverbände und Sportvereine. Hier kann sich das Publikum beraten und informieren lassen, was die Inklusion von Menschen mit Behinderung bedeutet und wie man sie selbst umsetzen kann.

Neben Kultur, Unterhaltung und Musik, Information und Beratung für alle Lebenslagen, Sport und Mitmachaktionen für die ganze Familie wird es eine Tombola mit tollen Preisen geben. So gibt es zum Beispiel eine Tagesfahrt mit dem erdgas schwaben-Bus Bobo zu gewinnen, einen Ausflug mit der Bayerischen Regiobahn, Eintrittskarten in Museen in ganz Schwaben und in Erlebnisbäder, sowie Ammersee-Fahrten dank des Bahnparks Augsburg und viele Sachpreise.

Die Vielfalt der schwäbischen Region mit ihrer Kultur, Tradition und ihren Werten darzustellen – das ist das Konzept des Schwabentages, den der Bezirk Schwaben seit 2008 jährlich an eine schwäbische Kommune vergibt. Nach Stationen unter anderem in Neu-Ulm, Rain am Lech und Füssen wird der Schwabentag erstmals in der „Bezirkshauptstadt“ Augsburg durchgeführt – und in Eigenregie des Bezirks. Der Schwäbische Bezirkstag hat 2010 Leitlinien zur Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention in Schwaben beschlossen. „In einem Aktionsplan haben wir dann konkrete Maßnahmen festgelegt. Deren Erfüllung wird immer wieder überprüft“. Der Tag der Begegnung soll zeigen, wie man  – beispielsweise in der Politik, im Sportverein, im Arbeitsleben, in der Freizeit – Inklusion leben und oft auch mit ganz wenig Aufwand und Mitteln umsetzen kann.“, so Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert.

Das komplette Programm im Überblick ist hier zu finden: www.bezirk-schwaben.de/Schwabentag2016

Miteinander-Preis 2016 – Bewerber aus Schwaben gesucht

Menschen mit und ohne Behinderung leben, arbeiten oder verbringen ihre Freizeit ganz selbstverständlich miteinander – das ist das Ziel einer inklusiven Gesellschaft. Um in ganz Bayern bekannt zu machen, wo Inklusion bereits umgesetzt wurde, sucht Bayerns Sozialministerin Emilia Müller die besten Projekte in allen Regierungsbezirken: „Egal, ob Kindergarten oder Unternehmen, Sportverein oder Musikgruppe – wenn bei Ihnen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen sind und sich so Barrieren in den Köpfen in Luft auflösen – dann sind Sie ein wichtiger Kandidat für den Miteinander-Preis!“

Der Preis ist insgesamt mit 14.000 Euro dotiert – sieben Projekte (in jedem Regierungsbezirk eines) werden ausgezeichnet. Rückblick: In Schwaben hat das Mehrgenerationenhaus in Königsbrunn den letzten Miteinander-Preis gewonnen. Menschen mit und ohne Behinderung leben und wohnen in 57 barrierefreien Wohnungen mit- und nebeneinander. Diplompädagoge Achim Friedrich erinnert sich an die Preisverleihung: „Es ist ein wunderbares Gefühl der Anerkennung gewesen, den Bayerischen Miteinanderpreis erhalten zu haben. Und er ist Ansporn dafür, die Leitidee der Inklusion weiterzutragen.“ Das Preisgeld hat das Mehrgenerationenhaus in einen Offenen Treff investiert – hier gibt es ein Miteinander mit Kaffee und Kuchen.

Das Mehrgenerationenhaus in Königsbrunn stellt sich auch am Samstag, 25. Juni, in der Messe Augsburg beim Schwabentag 2016 vor. Diese Veranstaltung des Bezirk Schwaben widmet sich als „Tag der Begegnung“ ganz der Inklusion. Von 12.00 bis 18.00 Uhr können die Besucherinnen und Besucher bei einem vielfältigen Programm mit Kultur, Sport, Mitmachaktionen und Kreativangeboten für die Kleinen erleben, mit wieviel Ideen in Schwaben Inklusion bereits umgesetzt wird. Die Schirmherrschaft haben Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und Staatssekretär Johannes Hintersberger vom Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration übernommen.

Präsentiert wird beim „Tag der Begegnung“ auch die neue Wanderausstellung „Miteinander“ des Sozialministeriums, die dazu beitragen soll, Barrieren in den Köpfen abzubauen. Hier kann man sich über Inklusion informieren, über den Miteinander-Preis und hier präsentiert ebenfalls das Mehrgenerationenhaus in Königsbrunn sein Konzept.

Wie man durch den Miteinander-Preis (Bewerbungsschluss ist am 19. August) sein inklusives Projekt ins Rampenlicht rücken kann – dazu finden sich mehr Informationen hier:

www.miteinanderpreis.de

 

Stadt Augsburg inklusiv

Der Behindertenbeirat, das Personalamt und die BKK Stadt Augsburg informieren am Stand der Stadt Augsburg beim „Tag der Begegnung“ über ihre inklusiven Aktivitäten. Die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen ist mit Informationen und einem Glücksrad präsent, darüber hinaus informieren Vertreter von Selbsthilfegruppen über verschiedene Themen – so zum Thema „Messies“ und „Lymphödem“. Das staatliche Schulamt wird mit Roll-ups und zeitweiser Präsenz von entsprechenden Lehrkräften vor Ort sein.
Der Informationsstand findet sich am Samstag, 25. Juni, in Halle 7 der Messe Augsburg.

Über die Aktivitäten des Behindertenbereits kann man sich hier informieren:
http://www.behindertenbeirat-augsburg.de/

Informative Vorträge beim Tag der Begegnung

Schwabentag_LOGO_2016_WEBAuch für ein informatives Vortragsprogramm ist am Schwabentag 2016, dem Tag der Begegnung, am 25. Juni in der Messe Augsburg gesorgt. Im Vortragsraum vor der Halle 7  gibt es durchgehend ein abwechlsungsreiches Angebot.

Der Raum wird mit einer induktiven Höranlage ausgestattet. Zudem sind beim Tag der Begegnung Gebärdensprachdolmetscher und Schriftdolmetscher anwesend. Die Vorträge werden ebenso wie die Eröffnung und die Podiumsdiskussionen in Halle 7 auf Leinwand übertragen.

Im Vortragsraum startet das Programm um

12.30 Uhr:

„Die Bunten“ musizieren – ein inklusives Orchester stellt sich vor.
Musikalische Leitung: Musikpädagogin Angelika Jekic

13.15 Uhr:

„Informationen über Selbsthilfegruppen“
Referentin: Petra Seidel, Leiterin der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen am Gesundheitsamt der Stadt Augsburg

13.45 Uhr

„Ich fliege mit zerrissenen Flügeln“
Der Autist Raphael Müller liest aus seiner Autobiographie „Ich fliege mit zerrissenen Flügeln“ und der Kinderbuchreihe „Asa und Gasa“

14.45 Uhr

„Dienstleistungsangebot der Agentur für Arbeit Augsburg“
Referentin: Melanie Weigl, Teamleiterin Reha/SB bei der Agentur für Arbeit Augsburg

15.15 Uhr

„Vom Projekt zur Integrationsfirma“
Referent: Bertram Sellner, Geschäftsführer der Irseer Kreis Versand gGmbH

15.45 Uhr

„Versteckt und neugierig: Umgang mit Schwerhörigkeit?“
Referent: Werner Hagedorn, 1. Vorsitzender des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten.

16.15 Uhr:

„Erkrankungsform Kleinwuchs“

Referent: Johann Sirch, Landesverbandsvorsitzender Bayern beim Bundesselbsthilfeverband Kleinwüchsiger Menschen e. V.

16.30 Uhr:

„Inklusion am Beispiel der Kolping-Förderberufsschulen Donauwörth und Neu-Ulm“

Referenten: Thomas Spiegel, Schulleiter an der Berufsschule Donauwörth und Reinhard Kauschus, Schulleiter an der Berufsschule Neu-Ulm

 

16.45 Uhr:

„Die intensiv kooperierenden, inklusiven Klassen der Astrid-Lindgren-Schule in Kooperation mit der Grundschule Kempten Nord: Kinder mit und ohne Behinderung im gemeinsamen Unterricht“

Referenten: Stefanie Haggenmüller (StRin FS) und Helmut Stegmair (StR FS), Astrid-Lindgren-Schule Kempten

Bayr. Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB)

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Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) ist die Selbsthilfeorganisation der über 80.000 blinden und sehbehinderten Menschen in Bayern. Er vertritt ihre Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Ziel des BBSB ist, blinden und sehbehinderten Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Am Tag der Begegnung beteiligt sich der BBSB mit einem Informationsstand mit Selbsterfahrungs-Angeboten und einer sogenannten „Showdownplatte“.
Zudem ist das „Blickpunkt Auge“-Mobil, das wir bereits hier vorgestellt haben, ein Angebot des Verbandes.

Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen

In vielen Situationen hilft es, sich mit Menschen auszutauschen, die Vergleichbares erleben oder erlebt haben; beispielsweise bei Erkrankung, Behinderung und Suchtproblemen, in Lebenskrisen oder bei psychischen Problemen. Das ehrliche Miteinander macht Mut und erleichtert den Alltag. Die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen im Gesundheitsamt der Stadt Augsburg bringt Selbsthilfegruppen und Hilfesuchende zusammen und unterstützt die Arbeit der Gruppen.

Die Kontaktstelle ist mit Außensprechstunden und Aktionen in den Landkreisen Augsburg, Aichach-Friedberg, Donau-Ries, Günzburg und Dillingen aktiv. Außerdem gibt es eine Zweigstelle der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen: Das Büro in Kempten ist für die Städte Kempten und Kaufbeuren sowie für die Landkreise Oberallgäu und Unterallgäu zuständig. Beide Einrichtungen unterstützen Selbsthilfegruppen und informieren Hilfesuchende, wo und wann sich Betroffene treffen.

Über die Arbeit der Kontaktstelle kann man sich hier informieren:

Selbsthilfegruppen – Ansprechpartner für ganz Schwaben

Dort findet sich auch ein Register aller Selbsthilfegruppen von A bis Z!

Die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen stellt die Selbsthilfegruppenarbeit beim Schwabentag 2016 an einem Infostand vor:

Interessierte können sich über Selbsthilfegruppen und deren Arbeit informieren. Beim Drehen am Glücksrad können Sie Ihr Wissen über Selbsthilfegruppen testen.

 

Verein der Angehörigen psychisch Kranker Augsburg

Der Verein, kurz ApK stellt sich auf seiner Homepage selbst so vor:

Der ApK Augsburg e.V. ist ein Zusammenschluss von Angehörigen psychisch erkrankter und behinderter Menschen in Augsburg und umliegender Landkreise.

Jede seelische Störung, sei es Depression, Schizophrenie, Zwangserkrankung, Persönlichkeitsstörung… stellt eine Herausforderung sowohl für den Betroffenen als auch die Angehörigen dar.

Wir Angehörige übernehmen wichtige Aufgaben bei der Betreuung und Unterstützung des kranken Menschen und müssen eigene Lösungen finden, um mit der oft belastende Lebenssituation umzugehen.

In unserem Selbsthilfeverein haben wir uns zusammengefunden.

Wir sind dem Landesverband Bayern und Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V. angeschlossen.

Auf den folgenden Seiten können Sie sich über unseren Verein, seine Ziele und Anliegen und unsere Aktivitäten informieren.

Gleichzeitig ist es eine Einladung für Angehörige und Freunde psychisch kranker Menschen, das unterstützende Angebot in Anspruch zu nehmen.

Mehr Informationen zum Verein gibt es hier:

Homepage

Der Verein ApK präsentiert sich am Schwabentag der Begegnung am 25. Juni 2016 mit einem Informationsstand.