Schlagwort: Schulische Inklusion

Körperbehinderte Allgäu: Miteinander leben – füreinander da sein

„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“:

Diese Aussage, die auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert ist, prägt das tägliche Handeln beim Verein für Körperbehinderte Allgäu und seinen Gesellschaften.
Der Verein hat heute ca. 400 Mitglieder. Nach wie vor wird er von einem gewählten, ehrenamtlichen Vorstand geleitet, der sich aus Eltern und Menschen mit Behinderung zusammensetzt. Der Verein ist Mitglied im Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte sowie im Paritätischen Landesverband Bayern.
Ein Bild von den vielfachen Aktivitäten des Vereins und seiner Einrichtungen kann man sich auf der Homepage machen: http://www.koerperbehinderte-allgaeu.de/
Am Tag der Begegnung am Samstag, 25. Juni, dem Schwabentag 2016, informiert der Verein an seinem Stand in Halle 7 der Messe Augsburg über die inklusive Förderung und Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung.
Um 16.45 Uhr gibt es dazu auch einen Vortrag (Vortragsraum im Foyer): „Die intensiv kooperierenden, inklusiven Klassen der Astrid-Lindgren-Schule in Kooperation mit der Grundschule Kempten Nord: Kinder mit und ohne Behinderung im gemeinsamen Unterricht“.

Referenten: Stefanie Haggenmüller (Studienrätin Förderschulen) und Helmut Stegmair (Studienrat Förderschulen), Astrid-Lindgren-Schule Kempten

Ein weiteres Thema steht auch am Schwabentag am Infostand im Blickpunkt: Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Menschen mit Behinderungen werden durch die Errichtung von Integrationsbetrieben alternative sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze ermöglicht. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden zwei Gesellschaften gegründet, die einmal den Betrieb eines barrierefreien Hotels, die Übernahme des Smart Motels und zum anderen eines Lebensmittelmarktes als Zweck haben.

Das barrierefreie Hotel firmiert unter dem Namen „Allgäu ART Hotel“ und liegt im Zentrum von Kempten, verfügt über 57 Einzel- und Doppelzimmer und soll allen Gästen gleichermaßen offen stehen.

Mit dem CAP-Markt in der Gemeinde Betzigau wird eine dortige Lücke in der Versorgung mit Lebensmitteln geschlossen.

Inklusion in der Schule

Am Beispiel der Carolina-Frieß-Grundschule Lauingen (Donau) werden am Schwabentag 2016, dem Tag der Begegnung, wesentliche Elemente aufgezeigt, wie Inklusion in einer staatlichen Grundschule entwickelt und umgesetzt werden kann:

  • Zusammenarbeit der Carolina-Frieß-GS Lauingen mit der Theresia-Haselmayr-Schule, Privates Sonderpädagogisches Förderzentrum Dillingen a. d. Donau
  • Die Entwicklung hin zu einer Inklusionsschule
  • Bausteine inklusiver Beschulung und Förderung
  • Einblick in die praktische  Förderarbeit
  • Orientierung am Rügener Inklusionsmodell (RIM)
  • Stufenweise aufgebaute, pädagogische Maßnahmen auf mehreren Förderebenen nach dem „Response to Intervention“ Ansatz (RTI) mit

Präventionen auf mehreren Förderebenen,
diagnostisch und lernfortschrittsgeleitete Entscheidungen und
Berücksichtigung der Reaktionen der Kinder (Response),
damit möglichst alle Schüler/innen davon profitieren können.

Fachstelle Schulische Inklusion der Diözese Augsburg

Inklusion(1)Fachstelle Schulische Inklusion der Diözese Augsburg

Die Fachstelle unterstützt kirchliche und staatliche Lehrkräfte  im Umgang

  • mit Beeinträchtigungen,
  • mit den Herausforderungen durch Asyl & Migration,
  • mit prekären Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen im Kontext Schule.

Sie bietet Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote sowie Beratung von Schulen und Lehrkräfte auf dem Weg der Inklusion.

Die Stelle arbeitet in enger Vernetzung  mit kirchlichen und staatlichen Kooperationspartnern, um einen Beitrag zu einer am Kind und Jugendlichen orientierten Inklusion zu leisten.

Am Tag der Begegnung am 25. Juni 2016 in Augsburg präsentiert sich die Fachstelle mit einem Informationsstand.