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Bewusstseinsbildung, Spaß und Sport: Der Schwabentag 2016 widmet sich ganz der Inklusion

Schwabentag_LOGO_2016_WEBUm 12.00 Uhr wird er durch „Blas den Blues“, der ersten inklusiven Kapelle in Schwaben, bestehend aus Musikern der Lebenshilfe Dillingen und der Stadtkapelle Lauingen,  eröffnet. Die Rede ist vom Schwabentag 2016, dem „Tag der Begegnung“ am Samstag, 25 Juni. Bis 18.00 Uhr wird dann in der Halle 7 der Messe Augsburg und in deren Außenbereich ein abwechslungsreiches, informatives und inklusives Programm für junge Leute, Familien und Senioren geboten. Aber auch Menschen, die einfach mal sehen wollen, wie das so funktioniert mit der Inklusion, sollten sich diesen Tag nicht entgehen lassen. Der Eintritt ist frei.

Die Schirmherrschaft haben Irmgard Badura, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, und das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, vertreten durch Staatssekretär Johannes Hintersberger, übernommen.

Am Tag der Begegnung ist alles „inklusiv“. Soll heißen: Es werden Texte in Leichter Sprache auf eine Leinwand übertragen, Gebärdensprach- und Schriftdolmetscher sind vor Ort. Es gibt Infopoints für Menschen mit Behinderung, CABito (ein leicht begreifliches Informationssystem) und Programmhefte in Leichter Sprache, ebenso wie Hilfen für Menschen mit Sehbehinderung und Blinde.

Die Vielfalt der schwäbischen Region mit ihrer Kultur, Tradition und ihren Werten darzustellen – das ist das Konzept des Schwabentages, den der Bezirk Schwaben seit 2008 jährlich an eine schwäbische Kommune vergibt. Nach Stationen unter anderem in Neu-Ulm, Rain am Lech und Füssen wird der Schwabentag erstmals in der „Bezirkshauptstadt“ Augsburg durchgeführt – und in Eigenregie des Bezirks. Der Schwäbische Bezirkstag hat 2010 Leitlinien zur Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention in Schwaben beschlossen. „In einem Aktionsplan haben wir dann konkrete Maßnahmen festgelegt. Deren Erfüllung wird immer wieder überprüft“, so Gastgeber und Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert. Ein ganz wichtiges Anliegen ist es dem Bezirkstagspräsidenten auch, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, was Inklusion bedeutet und wie man dazu beitragen kann. „Denn: Inklusion geht uns alle an – sie ist nicht nur eine Sache der Politik oder des Geldes, sondern vor allem eine Angelegenheit der Bewusstseinsbildung. Der Tag der Begegnung soll zeigen, wie man  – beispielsweise in der Politik, im Sportverein, im Arbeitsleben, in der Freizeit – Inklusion leben und oft auch mit ganz wenig Aufwand und Mitteln umsetzen kann“, so Reichert weiter.

Auch für Staatssekretär und Schirmherr Johannes Hintersberger liegt das Hauptaugenmerk auf der Bewusstseinsbildung: „Ein Bewusstseinswandel ‚pro Inklusion‘ kann nur gelingen, wenn die Zielsetzung der Inklusion von allen gesellschaftlichen Ebenen und von der breiten Bevölkerung mitgetragen wird. Menschen mit und ohne Behinderung, die ganz selbstverständlich miteinander leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen – so stellen wir uns eine inklusive Gesellschaft in Bayern vor.“

Dass sich in Sachen „Inklusion“ in Schwaben und in Bayern was bewegt, davon weiß auch Irmgard Badura, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, zu berichten. Trotz Fortschritten: Bayern barrierefrei 2023 bleibt  ein ganz wichtiges Ziel. „Auch das Jahr 2023 ist als Ziel sehr wichtig, damit schnell begonnen wurde, wirklich ernsthaft daran gearbeitet wird und bis 2023 möglichst viele Angebote barrierefrei sind“, so Badura.Optimistisch gibt sich auch der Bezirk Schwaben, was den „Tag der Begegnung“ betrifft: die Resonanz ist überwältigend – mehr als 85 Aussteller und über 1000 aktive Teilnehmer aus ganz Schwaben haben zugesagt.

Ganz besonders freut sich Johannes Hintersberger, dass die Initiatoren des Schwabentages die Ausstellung „Miteinander“ des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration nach Augsburg geholt haben. „Barrieren abzubauen hat nicht nur etwas mit der Beseitigung von Stufen oder dem Bau von Rampen zu tun. Es geht immer auch um die Barrieren in  den Köpfen. Mit der Ausstellung wollen wir allen Besuchern zeigen: So kann Inklusion funktionieren, so kann mehr Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung entstehen“, so der Staatssekretär.

Neben Kultur, Unterhaltung und Musik, Information und Beratung für alle Lebenslagen, Sport und Mitmachaktionen für die ganze Familie wird es eine Tombola mit tollen Preisen geben. So gibt es zum Beispiel eine Tagesfahrt mit dem erdgas schwaben-Bus Bobo zu gewinnen, einen Ausflug mit der Bayerischen Regiobahn, Eintrittskarten in Museen in ganz Schwaben und in Erlebnisbäder, sowie Ammersee-Fahrten dank des Bahnparks Augsburg und viele Sachpreise. Das komplette Programm im Überblick findet sich auf www.bezirk-schwaben.de/Schwabentag2016 (mit Vorlesefunktion).

 

Schwabentag 2016 wird zum „Tag der Begegnung“: Teilnehmer aus ganz Schwaben zeigen, wie Inklusion geht

Die Vielfalt der schwäbischen Region mit ihrer Kultur, Tradition und ihren Werten darzustellen – das ist das Konzept des Schwabentages, den der Bezirk Schwaben seit 2008 jährlich an eine schwäbische Kommune vergibt. 2016 wird es eine Premiere geben: Nach den Stationen in Neu-Ulm, Rain am Lech, Füssen, Gundelfingen, Kaufbeuren, Friedberg und Betzigau wird der Schwabentag im kommenden Jahr erstmals in Augsburg durchgeführt – und in Eigenregie des Bezirks. „Wir möchten die Veranstaltung 2016 für alle Gruppen, Initiativen und Verbände aus ganz Schwaben öffnen, die Inklusion leben und praktizieren“, so Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert.

Ort und Termin sind bereits festgelegt: Der „Tag der Begegnung“ findet am Samstag, 25. Juni 2016, von 12.00 bis 18.00 Uhr in der Halle 7 der Messe Augsburg und in deren Außenbereich statt.

2014 hat der Schwäbische Bezirkstag einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention verabschiedet. Der Gedanke der sozialen Inklusion ist ein Leitbegriff der Konvention – er steht für die Offenheit eines gesellschaftlichen Systems in Bezug auf soziale Vielfalt, die selbstverständlich Menschen mit Behinderungen einschließt. Es geht nicht nur darum, innerhalb bestehender Strukturen auch für Menschen mit Behinderungen Raum zu schaffen, sondern darum, die gesellschaftlichen Strukturen so zu gestalten, dass sie der realen Vielfalt menschlicher Lebenslagen – gerade auch von Menschen mit Behinderungen – von vornherein gerecht werden.

„Als Träger der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist der Bezirk Schwaben hier besonders zur Mitwirkung herausgefordert“, betont Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert. Inklusion betrifft alle Lebensbereiche und Altersgruppen. „Das reicht vom integrativenReichert_porträt1 Kindergarten und dem Schulbereich über die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Arbeitswelt oder in Vereinen bis hin zur gemeinsamen Gestaltung des Lebensabends.“

Am „Tag der Begegnung“ sollen sich 2016 zum einem solche inklusiven Projekte aus ganz Schwaben präsentieren können. Zum anderen will der Bezirk Schwaben aber auch mit dieser öffentlichen Veranstaltung erreichen, „dass tatsächlich viele Begegnungen stattfinden werden – die tollen Aktionen und Projekte, die bislang schon gemeldet wurden, haben ein großes Publikum verdient.“ Man hoffe auch, durch solch eine Veranstaltung Barrieren bei nichtbehinderten Menschen abzubauen.

So wird der Chorverband Bayerisch-Schwaben, dessen zweiter Vorsitzender auch Inklusionsbeauftragter des Verbandes ist, ein inklusives Kindermärchenmusical zur Uraufführung bringen, über den Allgäu-Schwäbischen-Musikbund und die Lebenshilfe Dillingen stellt sich „Blas den Blues“ vor, eine Musikkapelle mit behinderten und nichtbehinderten Musikern. Zudem rockt die inklusive Tintenfischband die Schwabenbühne – um nur einige Höhepunkte aus dem Bühnenprogramm des Tages zu nennen.

Im Informationsbereich werden unter anderem Selbsthilfegruppen, Wohlfahrtsverbände und Kulturinitiativen ihre inklusiven Projekte präsentieren – das reicht von der Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen, die Menschen mit Behinderung bei sich beschäftigen bis hin zum freiwilligen Engagement von Bürgerhelfern und Psychiatrieerfahrenen für Betroffene. Zudem stellen auch einige Landkreise und Kommunen ihre Inklusionspläne vor.

„Wir haben jetzt bereits schon ein sehr attraktives und breitgefächertes Programm mit viel Kultur, Sport und Spielangeboten, Tests zur Selbsterfahrung vom Rollstuhlparcours bis hin zum Augenmobil – da ist für Besucher jeden Alters etwas dabei“, so Reichert. Darüber hinaus werde der Tag in enger Abstimmung mit den Verbänden und Betroffenen geplant – damit auch der „Tag der Begegnung“ am 25. Juni 2016 selbst so inklusiv als möglich von statten geht.

Weitere Informationen vorab – es bestehen noch Anmeldemöglichkeiten für inklusive Projekte und Ideen – gibt es unter www.bezirk-schwaben.de beziehungsweise bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bezirks Schwaben, Telefon 0821/3101-241, Email: pressestelle@bezirk-schwaben.de.