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Irseer Kreis Versand – Integrationsfirma

Die Irseer Kreis Versand gemeinnützige GmbH wurde als sogenannte „Selbsthilfefirma“ bereits im Jahre 1988 gegründet. Gesellschafter ist der Verein „Irseer Kreis e.V.“, der Menschen mit psychischer Erkrankung zusätzlich im Bereich „Wohnen“ unterstützt.

Die Firma stellt sich so auf ihrer Homepage vor:

Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Sozialfirma in erfolgreicher Weise weiter: Aktuell sind 44 unbefristete Arbeitsplätze besetzt. Als Integrationsfirma für psychisch kranke Menschen beschäftigen wir überwiegend diese betroffenen Personen. Alle Stellen sind Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und werden nach dem Tarif des bayerischen Einzelhandels, ob schwerbehindert oder nicht, vergütet. Weiterhin bieten wir Arbeitsplätze für oft sehr früh berentete, psychisch kranke Menschen an. Durch diesen „Zuerwerb“ als geringfügig Beschäftigte, sichern sich diese Betroffene ihren Lebensunterhalt.

Die Irseer Kreis Versand gGmbH kümmert sich auch um Ausbildungsplätze für schwer vermittelbare Jugendliche. Hier arbeiten wir kooperativ mit den Berufsförderungszentren, Kolpingbildungswerken und mit dem Jobcenter Kaufbeuren zusammen. Wir sind ein von der IHK anerkannter Ausbildungsbetrieb für die Berufe Fachlagerist, Bürokauffrau/mann und den Bereich Mediengestaltung.

Mehr Informationen findet sich auf der Internetseite:

http://www.irseer-kreis.de/

Der Irseer Kreis Versand präsentiert sich am Schwabentag der Begegnung am 25. Juni 2016 mit einem Informationsstand.

Bertram Sellner, Geschäftsführer des Unternehmens, stellt das Konzept der Integrationsfirmen zudem in einem Vortrag vor: Um 15.15 Uhr spricht Sellner im Vortragsraum (Zugang über das Foyer zur Halle 7): „Vom Projekt zur Integrationsfirma“.

Ein Filmbeitrag über das Engagement des Irseer Kreis Versands für Auszubildende:

Viel Spaß mit dem Spielmobil

Viel Spaß, Spiel und Selbsterfahrung inklusive: Das alles bietet das Spielmobil des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. .

Die Augsburger Gruppe der Selbsthilfe-Vereinigung bringt das Spielmobil auch zum Schwabentag der Begegnung 2016 mit!

Hier einige Eindrücke von einer Aktion auf dem Augsburger Rathausplatz:

Schwabentag 2016 wird zum „Tag der Begegnung“: Teilnehmer aus ganz Schwaben zeigen, wie Inklusion geht

Die Vielfalt der schwäbischen Region mit ihrer Kultur, Tradition und ihren Werten darzustellen – das ist das Konzept des Schwabentages, den der Bezirk Schwaben seit 2008 jährlich an eine schwäbische Kommune vergibt. 2016 wird es eine Premiere geben: Nach den Stationen in Neu-Ulm, Rain am Lech, Füssen, Gundelfingen, Kaufbeuren, Friedberg und Betzigau wird der Schwabentag im kommenden Jahr erstmals in Augsburg durchgeführt – und in Eigenregie des Bezirks. „Wir möchten die Veranstaltung 2016 für alle Gruppen, Initiativen und Verbände aus ganz Schwaben öffnen, die Inklusion leben und praktizieren“, so Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert.

Ort und Termin sind bereits festgelegt: Der „Tag der Begegnung“ findet am Samstag, 25. Juni 2016, von 12.00 bis 18.00 Uhr in der Halle 7 der Messe Augsburg und in deren Außenbereich statt.

2014 hat der Schwäbische Bezirkstag einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention verabschiedet. Der Gedanke der sozialen Inklusion ist ein Leitbegriff der Konvention – er steht für die Offenheit eines gesellschaftlichen Systems in Bezug auf soziale Vielfalt, die selbstverständlich Menschen mit Behinderungen einschließt. Es geht nicht nur darum, innerhalb bestehender Strukturen auch für Menschen mit Behinderungen Raum zu schaffen, sondern darum, die gesellschaftlichen Strukturen so zu gestalten, dass sie der realen Vielfalt menschlicher Lebenslagen – gerade auch von Menschen mit Behinderungen – von vornherein gerecht werden.

„Als Träger der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist der Bezirk Schwaben hier besonders zur Mitwirkung herausgefordert“, betont Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert. Inklusion betrifft alle Lebensbereiche und Altersgruppen. „Das reicht vom integrativenReichert_porträt1 Kindergarten und dem Schulbereich über die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Arbeitswelt oder in Vereinen bis hin zur gemeinsamen Gestaltung des Lebensabends.“

Am „Tag der Begegnung“ sollen sich 2016 zum einem solche inklusiven Projekte aus ganz Schwaben präsentieren können. Zum anderen will der Bezirk Schwaben aber auch mit dieser öffentlichen Veranstaltung erreichen, „dass tatsächlich viele Begegnungen stattfinden werden – die tollen Aktionen und Projekte, die bislang schon gemeldet wurden, haben ein großes Publikum verdient.“ Man hoffe auch, durch solch eine Veranstaltung Barrieren bei nichtbehinderten Menschen abzubauen.

So wird der Chorverband Bayerisch-Schwaben, dessen zweiter Vorsitzender auch Inklusionsbeauftragter des Verbandes ist, ein inklusives Kindermärchenmusical zur Uraufführung bringen, über den Allgäu-Schwäbischen-Musikbund und die Lebenshilfe Dillingen stellt sich „Blas den Blues“ vor, eine Musikkapelle mit behinderten und nichtbehinderten Musikern. Zudem rockt die inklusive Tintenfischband die Schwabenbühne – um nur einige Höhepunkte aus dem Bühnenprogramm des Tages zu nennen.

Im Informationsbereich werden unter anderem Selbsthilfegruppen, Wohlfahrtsverbände und Kulturinitiativen ihre inklusiven Projekte präsentieren – das reicht von der Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen, die Menschen mit Behinderung bei sich beschäftigen bis hin zum freiwilligen Engagement von Bürgerhelfern und Psychiatrieerfahrenen für Betroffene. Zudem stellen auch einige Landkreise und Kommunen ihre Inklusionspläne vor.

„Wir haben jetzt bereits schon ein sehr attraktives und breitgefächertes Programm mit viel Kultur, Sport und Spielangeboten, Tests zur Selbsterfahrung vom Rollstuhlparcours bis hin zum Augenmobil – da ist für Besucher jeden Alters etwas dabei“, so Reichert. Darüber hinaus werde der Tag in enger Abstimmung mit den Verbänden und Betroffenen geplant – damit auch der „Tag der Begegnung“ am 25. Juni 2016 selbst so inklusiv als möglich von statten geht.

Weitere Informationen vorab – es bestehen noch Anmeldemöglichkeiten für inklusive Projekte und Ideen – gibt es unter www.bezirk-schwaben.de beziehungsweise bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bezirks Schwaben, Telefon 0821/3101-241, Email: pressestelle@bezirk-schwaben.de.