Monat: März 2016

Rempac rockt die Bühne

Der Schwabentag 2016 am 25. Juni in der Messe Augsburg soll ein Tag der Begegnung werden – von Menschen mit und ohne Behinderung, von Jung und Alt. Und so wird die Besucherinnen und Besucher zum Abschluss des Tages (12 bis 18 Uhr in Halle 7 der Messe Augsburg) ein Rockkonzert geboten, das sicher alle – generationenübergreifend – begeistern wird. Neben der „Tintenfischband“ und den „Rough Diamonds“ treten auch Rempac auf – eine Gruppe vom Dominikus-Ringeisen-Werk Ursberg.

Wir freuen uns darauf, den „Inklusionssong“ und mehr zu hören!

„Ich will leben wie Du, frei entscheiden was ich tu …“ Ein spannender Appell. Selbstbestimmt zu entscheiden was ich tun oder nicht tun möchte, ermöglicht Freiheit und Unabhängigkeit. Und ist für uns eigentlich selbstverständlich. Eigene Wohnung, Beziehung, Einkommen, Arbeit. Das eröffnet Perspektiven. Oder eben nicht, wenn Regeln und Strukturen genau diese Vorzüge unseres Lebens einengen. Davon handelt der „Inklusionssong“ der Ursberger Band Rempac. Mit dem Titel „Ich will leben …“ wollen die sechs jungen Erwachsenen auf die Bedürfnisse und Wünsche von Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen. Die unterscheiden sich übrigens nicht wesentlich von denen, die Menschen ohne Behinderung haben oder als ganz selbstverständlich erachten. „Ich möcht´ in meiner Wohnung sein, mit meiner Freundin dort allein, in Regeln nicht gefangen sein, die mich einengen, find´ ich gemein“, spricht eine deutliche Sprache und zeigt, wo die Inklusionsbemühungen leider immer noch häufig an Grenzen stoßen. Getextet und komponiert wurde der Song komplett von der Band und den Bandleadern Erika Mayr und Christian Amann. „Ich will, dass ihr mich versteht, meine Worte im Mund nicht verdreht …“, heißt es weiter. Und um das Verständnis zu fördern entstand irgendwann auch die Idee, zum bestehenden Song ein Musikvideo zu drehen. Dafür konnte mit Unterstützung der Medienfachberatung des Bezirks Schwaben die Kamerafrau Sigrid Szilagyi gewonnen werden, die das Projekt professionell begleitet hat. Helmut Wieser aus Krumbach, begeisterter Hobbyfilmer und ehemaliger Mitarbeiter der Ursberger Buchbinderei, übernahm ebenfalls einen Teil der Kameraaufnahmen. Entstanden ist nach langer Vorarbeit, zwei anspruchsvollen Drehtagen und einer ebenso langen Nachbearbeitung ein toller Clip zu einem spannenden, gesellschaftspolitschen Thema. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Förderverein Dominikus-Ringeisen-Werk Ursberg.

Motto: „Autismus ist keine Einbildung!“

Den meisten Menschen ist zwar inzwischen bekannt, was Autismus ist, viel zu wenigen ist aber bewusst, welche Herausforderung es ist, mit Autismus leben zu müssen. Deshalb will der diesjährige Welt-Autismus-Tag 2016 um mehr Verständnis für Menschen mit Autismus werben. Das Kompetenzzentrum Autismus Schwaben – Nord beim Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V. lädt aus diesem Anlass am 7. April 2016 von 17.30 bis 19.00 Uhr ins Caritashaus (Auf dem Kreuz 41) in Augsburg ein. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Autismus ist keine Einbildung!“ Betroffene stellen ihre künstlerischen Beiträge vor, auch zeigen sie Filme. Der Abend bietet zudem Gelegenheit zu Diskussionen. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Anmeldung ist zur Vorbereitung erwünscht unter der Telefonnummer 0821 3156-454 oder per Mail an autismus@caritas-augsburg.de oder unter www.caritas-augsburg.de/welt-autismus-tag .

Darüber hinaus ist das Kompetenzzentrum Autismus Schwaben-Nord auch beim Schwabentag 2016 präsent: Mit einer eigens dafür entwickelten Selbsterfahrungskabine soll vermittelt werden, wie Menschen mit Autismus ihre Umwelt erleben.

Eindrücke davon wurden auch bei einem Fachvortrag beim Caritasverband für die Diözese Augsburg vermittelt (Text: Caritas Augsburg/Bernhard Gattner):

Menschen lernen soziale Verhaltensregeln, indem sie sich begegnen und miteinander kommunizieren. Das tun sie von Geburt an, weil die soziale Interaktion normaler Weise im Menschen genetisch angelegt ist. Babys schauen länger in die Augen der Mutter als in das Umfeld. Durch die positive Reaktion der Mutter werden im Gehirn Glücksbotenstoffe ausgeschüttet. Das Miteinander, die Reaktion auf den anderen Menschen, bleibt so schon für das Baby hoch attraktiv. Das wiederum verstärkt das Erlernen sozialer Kompetenz. Das Kind erlernt sie nebenher. Es ist ein somit sozialer Selbstlerner.

Menschen mit einer Autismus-Störung sind das nicht. Sie schauen nicht wie andere Babys in die Augen der Mutter. So erleben sie wenig oder gar nicht das Glücksgefühl, das ihr Verhalten eine Reaktion auslöst. Bei ihnen fehlt deshalb der „selbstbelohnende Entwicklungsturbo“, wie es Dr. Brita Schirmer aus Berlin ausdrückt. „Kinder mit einer Autismus-Störung erlernen deshalb soziale Normen und Regeln nicht so einfach nebenbei. Sie spüren es nicht, was geht oder was nicht geht. Sie haben eine soziale Sehbehinderung.“ Die Folge: Sie verhalten sich anders, orientieren sich nicht an allgemein gültigen sozialen Verhaltensregeln. Das Ergebnis: Die nicht-autistische Umwelt erlebt das Verhalten autistischer Menschen als herausfordernd und störend. Sie fühlt sich gestresst.

Dr Brita Schirmer

Dr. Brita Schirmer, Lehrerin an Sonderschulen in Berlin und Autorin zahlreicher Bücher zum Thema Autismus. Foto: Caritas Augsburg/Bernhard Gattner.

 

Dr. Schirmer, in der schulischen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung in Berlin tätig, setzt sich seit vielen Jahren damit auseinander, wie Eltern, Erzieher, Betreuer oder Lehrer mit diesem Verhalten umgehen können. Beim Fachtag Autismus des Kompetenzzentrums Autismus Schwaben-Nord des Augsburger Diözesan-Caritasverbandes erzählte sie davon, dass ein junger Mann bei der Begrüßung der Betreuerinnen diese immer an der Brust berührt habe. Auch erwähnte sie einen Schüler, der im Unterricht die ganze Zeit mit seinem Stift auf den Tisch geklopft habe. Beide Situationen waren für die Betreuerinnen bzw. die Lehrer und Mitschüler „unerträglich“ und – im Fall der Frau – auch kränkend.

Dr. Schirmer sieht die Lösung der Konfliktsituation nicht darin, dieses herausfordernde Verhalten einfach hinzunehmen. Im Gegenteil: Soziale Integration könne nur gelingen, indem man die sozialen Verhaltensnormen und Regeln klar und konsequent einhält. Aber da Menschen mit Autismus die sozialen Gründe für ein Verhalten nicht erlernt haben und auch nicht erspüren können, wenn sie sich falsch verhalten, müsse man nach anderen Gründen suchen, um sie dazu zu bringen, die Regel einzuhalten. Die Kernfrage bei dieser Suche sei, „wofür lebt dieser Mensch, was ist sein Interesse?“

Im Fall des jungen Mannes half keine Logik. Denn, so seine Logik, die weibliche Brust sei nun mal schöner anzufassen als die kalte Hand. Die Regel, die Dr. Schirmer dann entwickelte, hieß dann für den jungen Mann: „Wenn Du künftig die Hand reichst, dann darfst Du auch zehn Minuten am Computer spielen.“ Der entscheidende Vorteil dieser Regelung liegt darin begründet, dass die soziale Regel – man fasst Frauen nicht an die Brust – eingehalten wird und für den jungen Mann ein höheres, ihm wichtigeres Ziel konkret gesetzt wurde, „weil der junge Mann sehr gerne am Computer spielte“. So war der Grundstein für ein normales soziales Verhalten gelegt.

Das Kind, das ständig mit dem Stift klopfte, konnte sie dazu bringen, in der Schule nicht mehr alle zu stören und am Unterricht teilzunehmen, als sie herausfand, dass er ein Spezialinteresse an Toiletten hatte. „Wenn Du Dich ruhig verhältst, aufpasst und mitmachst, dann sage ich Dir auch, wie schwer ein Toilettendeckel ist“, konnte so eine Regel sein. Sie musste freilich immer neue Informationen bieten. „Im Baumarkt begann man sich schon zu wundern, was ich alles über Toiletten wissen wollte.“

Inflationär dürfen solche Belohnungsstrategien nicht eingesetzt werden. Ansonsten würden die Menschen mit einer Autismus-Störung nicht lernen, ihre Verhaltensimpulse zu kontrollieren. Nur wenn die Regel klar, eindeutig und konkret ist, in kleinen Teilschritten aufgeteilt wird, klare Grenzen gesetzt werden, bestehe deshalb die Chance, dass die Verhaltensnorm auch erlernt und eingehalten wird. Ein weiterer Tipp: „Formulieren Sie, was Sie möchten, nicht, was Sie nicht möchten. Denn Aufforderungen mit ‚nicht‘, pusht das impulsive System.“

Strafen wie „Du gehst jetzt raus aus dem Klassenzimmer, Du darfst nicht auf den Pausenhof“ seien keine Strafen für Menschen mit einer Autismus-Störung. Sie würden sich letztlich darüber freuen. Der Grund: Auf jeden Menschen dringen bis zu 70.000 Informationen pro Sekunde ein. Der Mensch ohne eine Autismus-Störung nimmt davon aber nur 70 bewusst wahr. Der mit Autismus hat diesen Filter nicht. Alle Informationen dringen auf ihn unmittelbar ohne Filter und Auswahlmechanismus ein. Das Klassenzimmer verlassen zu müssen oder nicht auf den Pausenhof gehen zu dürfen, bedeutet deshalb für ihn eine angenehme Reizminderung.

Werden die Reize stattdessen noch erhöht, indem man mit den betroffenen Menschen durch stark benutzte Straßen oder volle Kaufhäuser geht, „entsteht sehr schnell eine Overload-Situation“. Sie sei für die Betroffenen die „Hölle“. Angst und Panik würden sich nur ausweiten. „Dann hat dieser Mensch keine Reserven mehr, irgendeine Regel noch einzuhalten. Da ist er nicht mehr Herr seiner Entscheidungen.“ Gerät der Mensch mit einer Autismus-Störung in eine derartige „Selbstkontrollerschöpfung“, „gewähren Sie ihm eine Pause, in der er sich erholen kann“, empfiehlt Dr. Schirmer.

trauminsel47drei e.V.

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Der Verein trauminsel47drei e.V. besteht seit 25. April 2009. Ziel ist die Umsetzung des Artikel 19 der UN-BRK:

Artikel 19 — Unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft
Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens anerkennen das gleiche Recht aller Menschen mit Behinderungen, mit gleichen Wahlmöglichkeiten wie andere Menschen in der Gemeinschaft zu leben, und treffen wirksame und geeignete Maßnahmen, um Menschen mit Behinderungen den vollen Genuss dieses Rechts und ihre volle Einbeziehung in die Gemeinschaft und Teilhabe an der Gemeinschaft zu erleichtern, indem sie unter anderem gewährleisten, dass

a.  Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt die Möglichkeit haben, ihren Aufenthaltsort zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie leben, und nicht verpflichtet sind, in besonderen Wohnformen zu leben;

b.  Menschen mit Behinderungen Zugang zu einer Reihe von gemeindenahen Unterstützungsdiensten zu Hause und in Einrichtungen sowie zu sonstigen gemeindenahen Unterstützungsdiensten haben, einschließlich der persönlichen Assistenz, die zur Unterstützung des Lebens in der Gemeinschaft und der Einbeziehung in die Gemeinschaft sowie zur Verhinderung von Isolation und Absonderung von der Gemeinschaft notwendig ist;

c.   gemeindenahe Dienstleistungen und Einrichtungen für die Allgemeinheit Menschen mit Behinderungen auf der Grundlage der Gleichberechtigung zur Verfügung stehen und ihren  Bedürfnissen Rechnung tragen.

Beim Schwabentag 2016, dem Tag der Begegnung am 25. Juni, präsentiert sich der Verein und seine Aktivitäten an einem Infostand. Außerdem wird die autistische Poetin Rebecca Klein aus ihren Gedichten vorlesen – ein eindrückliches Beispiel dafür findet sich auf der Startseite der Homepage http://www.trauminsel47drei.de/

Unterstützte Kommunikation: Lesung von Raphael Müller

Sein Buch „Ich fliege mit zerrissenen Flügeln“ präsentierte Raphael Müller bereits 2014 auf der Frankfurter Buchmesse – eine Autobiographie: Das Ungewöhnliche daran ist, dass der junge Mann zu dieser Zeit gerade erst 15 Jahre alt war. Und dass er Autist ist: Raphael Müller spricht nicht, aber er schreibt wunderbare Texte, mit Hilfe der sogenannten Unterstützten Kommunikation. Der Aichacher wird auch beim Schwabentag 2016, dem Tag der Begegnung, am 25. Juni 2016 in der Messe Augsburg aus seinen Büchern lesen,  so aus der Autobiographie „Ich fliege mit zerrissenen Flügeln“ und der Kinderbuchreihe „Asa und Gasa“.

Ein Portrait von ihm erschien 2014 in den Aichacher Nachrichten (Link hier), ein weiterer Artikel im Evangelischen Sonntagsblatt.

Die Autobiografie erschien bei „fontis“,  auf der Verlagsseite ist auch ein Interview mit Raphael Müller zu finden.

 

 

Medienfachberatung Schwaben

MFB_Schwaben_2015_Teamfoto_Gmeinwieser_Beiter_Foto BezirkIm Bezirk Schwaben gibt es seit dem Jahr 2010 eine hauptamtliche Medienfachberatung. Die Einrichtung ist Ansprechpartner für medienpädagogische und -praktische Fragen im außerschulischen Bereich. In Schwaben sind aktuell Katharina Gmeinwieser (B.A.) und Daniel Beiter (M.A.) als MedienfachberaterInnen zur Stelle.

Die Medienfachberatung Schwaben ist ein gemeinsames Angebot des Bezirks Schwaben und des Bezirksjugendring Schwabens in Zusammenarbeit mit dem JFF – Institut für Medienpädagogik.

Mehr über die Arbeit der Medienfachberatung erfährt man hier: http://medienfachberatung.de/schwaben/

Auch die Medienfachberatung beteiligt sich mit einem Projekt am Schwabentag 2016. Die Idee ist, Inklusion nicht zu thematisieren, sondern einen Film zu erstellen, an dem sich alle beteiligen können und der so schon in der Entstehung inklusiv ist. Das Team will zudem vorführen, dass mit Medien (v.a. Smartphones und Tablets) jeder zeigen kann, was er oder sie kann. Motto und Titel der Aktion ist: „Zeig, was du kannst! Tausend Menschen. Ein Film.“

Dazu sind die beiden Berater mit dem iPad auf dem Gelände unterwegs und werden die Anwesenden zu kurzen Aufnahmen von Bewegungen, Geräuschen etc. auffordern, die gemeinsam mit ihnen mit einem vorgegebenen Musikstück kombiniert werden. So entsteht Stück für Stück ein (Musik-)Videoclip, der gleichzeitig eine Zusammenschau des Schwabentags ist.

Irseer Kreis Versand – Integrationsfirma

Die Irseer Kreis Versand gemeinnützige GmbH wurde als sogenannte „Selbsthilfefirma“ bereits im Jahre 1988 gegründet. Gesellschafter ist der Verein „Irseer Kreis e.V.“, der Menschen mit psychischer Erkrankung zusätzlich im Bereich „Wohnen“ unterstützt.

Die Firma stellt sich so auf ihrer Homepage vor:

Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Sozialfirma in erfolgreicher Weise weiter: Aktuell sind 44 unbefristete Arbeitsplätze besetzt. Als Integrationsfirma für psychisch kranke Menschen beschäftigen wir überwiegend diese betroffenen Personen. Alle Stellen sind Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und werden nach dem Tarif des bayerischen Einzelhandels, ob schwerbehindert oder nicht, vergütet. Weiterhin bieten wir Arbeitsplätze für oft sehr früh berentete, psychisch kranke Menschen an. Durch diesen „Zuerwerb“ als geringfügig Beschäftigte, sichern sich diese Betroffene ihren Lebensunterhalt.

Die Irseer Kreis Versand gGmbH kümmert sich auch um Ausbildungsplätze für schwer vermittelbare Jugendliche. Hier arbeiten wir kooperativ mit den Berufsförderungszentren, Kolpingbildungswerken und mit dem Jobcenter Kaufbeuren zusammen. Wir sind ein von der IHK anerkannter Ausbildungsbetrieb für die Berufe Fachlagerist, Bürokauffrau/mann und den Bereich Mediengestaltung.

Mehr Informationen findet sich auf der Internetseite:

http://www.irseer-kreis.de/

Der Irseer Kreis Versand präsentiert sich am Schwabentag der Begegnung am 25. Juni 2016 mit einem Informationsstand.

Bertram Sellner, Geschäftsführer des Unternehmens, stellt das Konzept der Integrationsfirmen zudem in einem Vortrag vor: Um 15.15 Uhr spricht Sellner im Vortragsraum (Zugang über das Foyer zur Halle 7): „Vom Projekt zur Integrationsfirma“.

Ein Filmbeitrag über das Engagement des Irseer Kreis Versands für Auszubildende:

Bayr. Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB)

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Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) ist die Selbsthilfeorganisation der über 80.000 blinden und sehbehinderten Menschen in Bayern. Er vertritt ihre Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Ziel des BBSB ist, blinden und sehbehinderten Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Am Tag der Begegnung beteiligt sich der BBSB mit einem Informationsstand mit Selbsterfahrungs-Angeboten und einer sogenannten „Showdownplatte“.
Zudem ist das „Blickpunkt Auge“-Mobil, das wir bereits hier vorgestellt haben, ein Angebot des Verbandes.

St. Gallus-Hilfe – Projekt „Inklusion am See“

StGallus_großDie St. Gallus-Hilfe gGmbH, eine Tochtergesellschaft der Stiftung Liebenau, bietet seit 2009 im Landkreis Lindau ambulante Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung und deren Familien an.

Im August 2015 startete die St. Gallus-Hilfe das dreijährige Inklusionsprojekt „Inklusion am See – Chancen und Möglichkeiten in Lindau“. Unterstützt wird das Projekt von Aktion Mensch im Rahmen ihres Förderprogramms „Inklusion“.

Durch das Inklusionsprojekt sollen bereits bestehende Freizeit- und Bildungsangebote in der Stadt Lindau inklusiver gestaltet werden. Ziel ist das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen und die Vernetzung unterschiedlicher Akteure in Lindau zu fördern.

Kooperationspartner des Projektes sind der Kreisjugendring Lindau, die Volkshochschule Lindau, zwei evangelische Kirchengemeinden und die Friedensräume Lindau.

In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring soll Jugendarbeit für alle Jugendlichen ermöglicht werden. Es wurden bereits Workshops zum Thema Inklusion für Vereine und Jugendgruppen durchgeführt. Die Volkshochschule möchte ihre Kurse vermehrt für Menschen mit Behinderung öffnen. Im Rahmen eines Kursangebots an der Volkshochschule wurden ehrenamtliche Inklusionsbegleiter ausgebildet, die Menschen mit Behinderung in reguläre Angebote begleiten werden. In den Sommerferien wird in Kooperation mit einer Kirchengemeinde eine neue inklusive Ferienfreizeit für Kinder angeboten.

Bisheriger Höhepunkt des Projekts war die Veranstaltung eines 1. Runden Tisches Inklusion, bei dem sich zahlreiche Bürger über das Thema Inklusion informierten und Ideen dazu entwickelten. In Arbeitskreisen werden diese Ideen nun weiter verfolgt.

Für das Projekt, das sich am Schwabentag 2016 mit einem Infostand präsentiert, sind die beiden Sozialpädagoginnen Angela Karl und Ulrike Schnittcher zuständig.

 

 

Regens Wagner Lautrach

Bilder Schwabentag 004Die Regens-Wagner-Stiftungen sind mit mehreren ihrer Einrichtungen in der Region beim Schwabentag 2016 mit dabei. Regens Wagner Lautrach bietet ein abwechslungsreiches Angebot am Stand:

Es wird Schauweben an einem kleinen Webstuhl gezeigt

Als Bastelangebot gibt es insbesondere für Kinder die Möglichkeit, Schlüsselanhänger zu fertigen (Bild)

Produkte aus Weberei und Landwirtschaft werden verkauft

Und es gibt Informationen zu den Außenarbeitsplätzen bei der Firma Rapunzel und zur Kooperation mit dem Schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren, das von einem Zweckverband mit Beteiligung des Bezirks Schwaben getragen wird.

Hier geht es zu Internetseite von Regens Wagner Lautrach.

 

Ein tolles Team: Die AuXburg Basketz

DSC_0025Wer wissen will, wie schwer es ist, aus dem Rollstuhl heraus einen Basketballkorb zu erreichen, wer erfahren will, wieviel Spaß der Sport auf Rädern machen kann und wer sportliche Herausforderungen nicht scheut, der kann am Schwabentag 2016 auch mit dem tollen Team der AuXburg Basketz spielen.

teamIn Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rollstuhlsportverband und dem SV Reha Augsburg zeigen wir in der Halle 7 der Messe Augsburg jedoch nicht nur Rollstuhl-Basketball, sondern auch Rollstuhl-Rugby und informieren über weitere Sportarten.

Wer mehr über das Team und die nächsten Termine erfahren will, findet weitere Infos hier: http://www.sv-reha-augsburg.de