Monat: Dezember 2015

Förderzentrum Augsburg – Förderschwerpunkt Hören

2014_Förderzentrum Hören (5)_Foto Bezirk SchwabenDas Förderzentrum Augsburg – Förderschwerpunkt Hören fördert und betreut hörgeschädigte Kinder aus dem gesamten Regierungsbezirk Schwaben vom Kleinkind bis zum Hauptschulabschluss. Gesellschafter sind zu je 50 Prozent der Bezirk Schwaben und die Regens-Wagner-Stiftung Dillingen.

Kinder und Jugendliche aus ganz Schwaben besuchen die Grund- und Hauptschule am Förderzentrum. Darüber hinaus betreut der Mobile Sonderpädagogische Dienst des Förderzentrums über 400 hörgeschädigte Kinder, die eine Regelschule besuchen.

Über diese und weitere Angebote des Förderzentrums kann man sich im Internet unter folgender Adresse informieren: www.foerderzentrum-augsburg.de.

Außerdem präsentiert sich das Förderzentrum mit einem Informationsstand am Tag der Begegnung 2016 und führt zudem für das Publikum Hörtests durch.

Blas den Blues: Musik inklusive!

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So schön wurde ein Tanzabend des inklusiven Projektes angekündigt. Bild: Stadtkapelle Lauingen

Die Stadtkapelle Lauingen hat zusammen mit der Lebenshilfe Dillingen das Projekt „Musik verbindet“ im Rahmen der Inklusion im Jahre 2014 ins Leben gerufen.

Gelebte Inklusion gibt es bei der Stadtkapelle Lauingen seit Beginn des Jahres 2014: So erhalten Menschen mit Behinderung eine Musikausbildung bei der Stadtkapelle Lauingen. Diese Musikschüler haben wöchentlich 1,5 Stunden Einzelunterricht bei der Stadtkapelle und jede 2. Woche wird das Zusammenspiel mit Musikschülern aus der Stadtkapelle praktiziert. Durch dieses gemeinsame Musizieren werden Barrieren in den Köpfen abgebaut und mehr Offenheit und Toleranz zu Menschen mit Behinderung gefördert. Dieses Gemeinschaftsprojekt wird von der „Aktion Mensch“ unterstützt.

Aus der Kooperation der Stadtkapelle Lauingen und der Lebenshilfe Dillingen entstand so die Band „Blas den Blues“, die am 25. Juni 2016 die Eröffnung um 12.00 Uhr beim „Tag der Begegnung“ musikalisch umrahmen wird. Darüber hinaus bringen die beiden Partner auch ein inklusives Tanzprojekt mit – mit viel Schwung und Lust zum Mitmachen!

Mehr Informationen dazu finden sich auf der Seite der Stadtkapelle Lauingen.

Einen lesenswerten Bericht über „Blas den Blues“ gab es in der Augsburger Allgemeinen.

„Probealarm“ beim Schwabentag

Die Idee zur Musikgruppe „Probealarm“ entstand 2009 – die Anregung gab Jutta Forster von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), die auch in Augsburg eine Beratungsstelle für Schwaben hat.

Die Gruppe trifft sich einmal wöchentlich zum Proben. Zum Repertoire gehören Lieder aus den 1970er bis 1990er-Jahren und auch Eigenkompositionen. Nach den Anfängen gab es den „Probealarm“ bald öffentlich – so bei Auftritten in Zusmarshausen, in Kaufbeuren und in Augsburg.

„Die Band hat für uns einen hohen therapeutischen Wert und steigert unser Selbstwertgefühl enorm“, sagen die Musikerinnen und Musiker über „Probealarm“ in ihrem Flyer.

Informationen zur Band gibt es hier: „Probealarm“.

2010 wurde „Probealarm“ mit dem Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe ausgezeichnet: Hier der Bericht in der Augsburger Allgemeinen.

Den Auftritt beim Schwabentag 2016 organisiert die Fachstelle für Offene Behindertenarbeit (OBA) beim Bayerischen Roten Kreuz im Kreisverband Aichach-Friedberg.
Außerdem lädt die OBA zu einem Sitztanz für Menschen mit und ohne Behinderung ein: Mitmachen und sich ausprobieren kann dabei jeder!

Informationen zur Offenen Behindertenarbeit im Landkreis Aichach-Friedberg:

Offene Behindertenarbeit

Über die chronische Nervensystemerkrankung Multiple Sklerose, die Menschen aller Alters- und Gesellschaftsgruppen treffen kann, informiert die DMSG auf ihrem Internetauftritt ebenso wie über den Umgang damit:

DMSG Bayern

 

Deutscher Rollstuhl-Sportverband

„Gemeinsam was ins Rollen bringen!“ – unter diesem Motto „rollt“ und tourt die beachtliche Inklusionskampagne des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS).

„Unter dem Motto GEMEINSAM WAS INS ROLLEN BRINGEN! hat der Deutsche Rollstuhl-Sportverband e.V. (DRS) eine bundesweite Inklusionskampagne ins Leben gerufen. Seit April 2014 wird dieses Vorhaben durch die Aktion Mensch gefördert. Offizieller Kick off war am 19. September 2014. Unsere Ziele sind:

– Rollstuhlsport auf breiter Basis zu präsentieren,
– die Bedürfnisse und Möglichkeiten von Rollstuhlnutzern aufzuzeigen,
– zum gemeinsamen Sporttreiben zu motivieren.

Es geht uns nicht nur um die Hindernisse und Barrieren im Alltag, sondern vor allem um die in den Köpfen der Menschen. Um die Faszination zu vermitteln, die vom Rollstuhlsport ausgeht, stellen wir die Leistungen von Rollstuhlfahrern in einem modernen und dynamischen Umfeld dar. Dafür konnten schon jetzt eine Vielzahl von Kampagnen-Gesichtern und andere Unterstützer gewonnen werden.“

Die Projekte und Termine der von der Aktion Mensch geförderten Kampagne findet man  hier:

http://ins-rollen-bringen.de/kampagne/

Im Blog, der über die Internetseite der Kampagne zu finden ist, gibt es zudem interessante Erfahrungsberichte – von Inklusionsguides beim Kinderfestival in Mainz über Vollgas-Inklusion im Kart:

http://ins-rollen-bringen.de/blog/

Der DRS wird auch beim Tag der Begegnung und Inklusion des Bezirks Schwaben am 25. Juni 2016 was ins Rollen bringen – gemeinsam mit dem SV-Reha Augsburg wird gerade ein Aktions- und Mitmach-Programm für den Tag geplant.

Übrigens: Das wird nicht das einzige sportliche Spitzenprogramm bleiben, das die Besucherinnen und Besucher an diesem Tag erwartet!

Doppelt „beschirmt“: Der Tag der Begegnung

badura2015-h200Doppelt beschirmt wird der Schwabentag 2016: „Der Tag der Begegnung“ für Menschen mit und ohne Behinderung des Bezirks Schwaben am 25. Juni 2016 steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration sowie der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung.

Wir freuen uns sehr, dass sowohl Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger als auch Irmgard Badura (Bild) gemeinsam mit Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert die Veranstaltung eröffnen werden.

In ihrer Zusage schreibt die Beauftragte der Staatsregierung, Irmgard Badura, ihr sei es als Schirmherrin besonders wichtig, „dass vor allem die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung im Zentrum eines solchen Tages steht.“ Das erhoffen wir uns natürlich auch – und arbeiten daher an einem tollen Programm, das für Familien, für Kinder, junge Leute und Senioren, für Sport- und Kulturbegeisterte etliches zu bieten hat.

Eine Anregung von Irmgard Badura greifen wir gerne auf:

„Überlegenswert ist es aus meiner Sicht auch, Projekte einzuladen, die derzeit noch nicht inklusiv arbeiten, dies aber gerne tun wollen, beispielsweise Sportvereine, Theatergruppen, aber auch Unternehmen, um auf diese Weise eine Begegnung mit Menschen mit Behinderung zu ermöglichen.“

Daher unsere Bitte: Wer Vereine im Sport- und Kulturbereich kennt oder von Projekten weiß, die sich Menschen mit Behinderung öffnen wollen – bitte den Termin weitergeben: Am 25. Juni 2016 sind zahlreiche Fachleute vor Ort, die gerne zeigen und beraten, was es zu berücksichtigen gibt, mit welchen – oft einfachen Mitteln – man inklusiv arbeiten kann, wie man sein Vereinsangebot inklusiv gestalten kann.

Auch für Arbeitgeber gibt es gezielte Informationen – beispielsweise durch die Agentur für Arbeit, den Integrationsfachdienst Schwaben und weitere Profis, die gezielte Unterstützung bei der Inklusion in den allgemeinen Arbeitsmarkt anbieten.

Zur Internetseite der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung geht es hier:

http://www.behindertenbeauftragte.bayern.de/

Bundesministerium würdigt Aktionsplan für Menschen mit Behinderung des Bezirks Schwaben

Inklusion 001Da freut sich Julia Kohlmus, Inklusionsbeauftragte in der Verwaltung des Bezirks Schwaben: Die Bemühungen des Bezirks zur Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention wurden nun vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gewürdigt.

Bereits 2010 verabschiedete der schwäbische Bezirkstag Leitlinien zur Inklusion von Menschen mit Behinderung, 2014 wurde von Bezirksräten und Mitarbeitern der Sozialverwaltung ein Aktionsplan zur Umsetzung entwickelt. Darin sind unter anderem politische, strukturelle und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen definiert.

So werden unter anderem Aktionen und Ziele zu den Bereichen Arbeit, Wohnen, Bildung und Freizeit mit der Vorgabe einer Umsetzung und Prüfung nach zweijähriger Laufzeit benannt. „Einiges wurde schon erreicht, beispielsweise der stetige Ausbau inklusiver Betreuung von Kindern im Vorschulalter, der Ausbau des ambulant betreuten Wohnens und auch der Umsetzung von Barrierefreiheit im eigenen Wirkungsbereich“, betont Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert.

„Barrieren gibt es jedoch nicht nur im Straßenverkehr oder in der Architektur – Barrieren bauen sich beispielsweise auch auf, wenn Informationen für Menschen mit Behinderung nicht zugänglich sind“, so Julia Kohlmus. Daher habe man auch das Angebot an Broschüren des Bezirks in Leichter Sprache ausgeweitet und den Internetauftritt möglichst barrierefrei – beispielsweise mit einer Vorlesefunktion für Menschen mit einer Sehbehinderung – ausgestattet.

Zudem will der Bezirk Schwaben im kommenden Jahr ein öffentliches Zeichen für Inklusion setzen: Der alljährliche Schwabentag findet 2016 am 25. Juni als „Tag der Begegnung“ in der Messe Augsburg, Halle 7, statt – präsentiert werden dabei in einem lockeren Rahmen inklusive Projekte aus ganz Schwaben.

 

Blickpunkt Auge – Rat und Hilfe bei Sehverlust

Lässt das Sehvermögen infolge einer ernsthaften Augenerkrankung spürbar nach, stehen Betroffene und ihre Angehörigen vor einer ganz neuen Lebenssituation. Oft suchen sie zuerst nach Informationen über ihre Erkrankung und Behandlungsmöglichkeiten. Daneben sind viele Fragen zum Leben mit einer Sehbeeinträchtigung zu beantworten.

„Blickpunkt Auge“, das Patientenangebot des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-verbandes e. V. (DBSV), informiert, berät und unterstützt Augenpatienten und ihre Angehörigen unabhängig und kostenfrei zu Themen wie:

  • Grundlegende Fragen zu den häufigsten Augenerkrankungen
  • Sehhilfen und andere Hilfsmittel
  • Rechtliche und finanzielle Ansprüche
  • Tipps, Tricks und Schulungen zur Alltagsbewältigung
  • Unterricht zur sicheren Orientierung im Straßenverkehr
  • Erhalt des Arbeitsplatzes oder berufliche Neuorientierung

Die Beratung erfolgt kostenfrei und unabhängig. Wir ermöglichen zudem den Austausch mit Gleichbetroffenen und vermitteln bei Bedarf an Experten verschiedener Fachrichtungen.

Unsere Beraterinnen und Berater leben meist selbst mit einer Seheinschränkung oder sind
eng vertraut mit der Lebenssituation sehbeeinträchtigter Menschen. Ihnen muss man seine Situation nicht lange erklären. Sie helfen, neue Wege zu finden und Probleme anzugehen.

In Bayern ist der BBSB e.V. mit einem Beratungsmobil unterwegs und wird künftig auch Sprechstunden an festen Orten haben. Patientenangebote gibt es zudem in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Eine bundesweite Ausweitung ist vorgesehen.

Blickpunkt Auge wird unterstützt durch die Aktion Mensch,
die Bert Mettmann Stiftung und regionale Förderer.

Kontakt in Bayern:
Elke Runte
Tel. 089 559 88 132
e.runte@blickpunkt-auge.de

Der Flyer zum Download findet sich hier: Flyer_BPA_170215_Barrierefrei

„Blickpunkt Auge“ ist mit seinem Beratungsmobil auch beim Schwabentag der Begegnung am 25. Juni 2016 vor Ort!

Bezirkstagspräsident Reichert zum Aktionstag für Menschen mit Behinderung

Reichert_porträt1Den 3. Dezember haben die Vereinten Nationen zum Gedenk- und Aktionstag für Menschen mit Behinderung ausgerufen. Damit soll das öffentliche Bewusstsein für die Probleme behinderter Menschen bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gestärkt werden. „Für den Bezirk Schwaben, der über die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung in jedem Lebensalter und jeder Lebenssituation zuständig ist, ist dies ein tägliches Thema“, betont Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, „auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft sind tatsächlich noch viele Hürden zu überwinden“. Dabei dürfe es jedoch vor allem auf der Bundesebene nicht nur bei Willensbekundungen und Kampagnen bleiben. „Der Bund ist jetzt gefordert, das lange angekündigte Bundesteilhabegesetz zügig und vor allem so umzusetzen, dass das Geld direkt bei den zuständigen kommunalen Kostenträgern und damit bei den Menschen mit Behinderung ankommt“, so Reichert.

Wo Inklusion bereits gelingt und gelebt wird, dies zeigt der Bezirk Schwaben gemeinsam mit zahlreichen Partnern im kommenden Jahr beim „Tag der Begegnung“. „Das wird eine Veranstaltung werden, die Impulse setzt und Ideen anregt – die Teilhabe von Menschen mit Behinderung betrifft alle gesellschaftlichen Akteure.“ Am 25. Juni 2016 steht der Schwabentag als Veranstaltung in der Messe Augsburg (Halle 7) ganz im Zeichen der Inklusion. Aktuelle Informationen zum „Tag der Begegnung“ finden sich auf der Internetseite www.schwabentag2016.com.

Die Bunten – inklusives Orchester aus Augsburg

Die Bunten – das sind Musikerinnen und Musiker, die gemeinsam in einem Orchester spielen. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren mit und ohne Beeinträchtigungen treffen sich zum Musizieren. Hauptsächlich wird auf Tischharfen gespielt, ebenso kommen aber auch andere Instrumente wie Flöten und Gitarren zum Einsatz.

Das Orchester wird von der Musikpädagogin Angelika Jekic geleitet. Die Bunten sind ein Kooperationsprojekt mit dem Arbeiter-Samariter-Bund im Regionalverband Augsburg e.V.

Hier findet sich eine ausführliche Beschreibung des Orchesters „Die Bunten“ sowie der Flyer:
bunten-flyer-din-lang-DRUCK-Vorder
bunten-flyer-din-lang-DRUCK-Rueck
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Beim Tag der Begegnung am 25. Juni 2016 bringen „Die Bunten“ Frühlingsmusik zum Klingen.

Der Kooperationspartner, der Arbeiter-Samariter-Bund, ist ebenfalls mit einem Projekt vor Ort – er stellt das „Peer Counseling“ vor.

 

Deaf Guides führen durch 2000 Jahre Stadtgeschichte

201409_gehoerloseGuides_klein_In Augsburg können auch Führungen in Deutscher Gebärdensprache gebucht werden – die gehörlosen Stadtführer Thordis und Stefan Koch, Johannes Richter und Claudia Haas haben eine Führer-Ausbildung der Regio Augsburg Tourismus GmbH absolviert und sind offizielle Gästeführer der Stadt Augsburg.

Sie bieten individuelle Stadtführungen für Gruppen an:

2000 Jahre Geschichte Stadtführung für Hörgeschädigte in zwei Stunden und Deutsche Gebärdensprache (DGS)
Sehenswertes aus Augsburgs Stadtgeschichte: Rathaus, Goldener Saal, Fuggerei, Handwerkeraltstadt, Paläste der Maximilianstraße, Brechthaus, usw. Das Programm zum Download: 201411_OffizielleGaestefuehrer_Ausschreibung

Die gl Stadtführer können über die Sammelmailadresse gebucht werden: deafguides@web.de

Im Bild links: Johannes Richter, Schulungsleiterin Elisabeth Retsch, Claudia Haas, Thordis und Stefan Koch und stv. Tourismusdirektorin Astrid Kellner. Bild: Landesverband Bayern der Gehörlosen e.V.

Die Deaf Guides stellen sich beim Infostand des Gehörlosenvereins Augsburg 1902 e.V. am Tag der Begegnung am 25. Juni 2016 mit vor!